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StereoDeshaker

Der "StereoDeshaker" ist ein vom Autor dieser Homepage entwickeltes Programm zum "Entwackeln" stereoskopischer Aufnahmen. Zwar kann das im Folgenden "SDS" abgekürzte Programm nie ein Stativ ersetzen, aber Besitzer von 3D-Handys oder leichten Stereokameras (z.B. Fuji W3) möchten oft auch gar kein sperriges, auffälliges Stativ mit sich herumtragen - das würde den Vorteilen dieser Geräteklasse widersprechen; leider haben gerade diese Kameras meist keine eingebauten Bildstabilisatoren, oder nur die "elektronische" Variante mit arg beschränkter Wirksamkeit. Auch bei Kamerapaaren gibt es gute Gründe, auf die vorhandenen Bildstabilisatoren zu verzichten, denn die eifrigen Helferlein wissen ja nichts voneinander und arbeiten daher in beiden Kameras unabhängig, was bei der späteren Justierung zu unlösbaren Problemen führen kann. Und selbst mit ausgewachsenen Stereokameras der gehobenen Preisklasse kommt man immer wieder in Situationen, wo stabilisierte Aufnahmen einfach technisch nicht möglich sind, man denke nur an Aufnahmen aus einem fahrenden Auto.

Das folgende Videobeispiel erklärt die Funktionsweise von SDS:

Das erste Drittel zeigt eine Aufnahme, die vom Fahrrad aus mit der W3 gemacht wurde. Im zweiten Drittel ist dann das Ergebnis der Entwacklung zu sehen: man kann gut erkennen, wie SDS die Originalaufnahme Bild für Bild so dreht und schiebt, dass das dargestellte Motiv ruhig im Bildzentrum steht. Dabei entstehen jedoch schwarze Ränder, dort wo die Originalaufnahme keine Bilddaten enthielt. Im dritten Teil des Videos wurde ein kleinerer Bildausschnitt gewählt, so dass die zuvor besprochenen schwarzen Ränder unsichtbar werden.

Im zweiten Videobeispiel ist der Direktvergleich zwischen Original und stabilisierter Version zu sehen:

Beide Aufnahmen wurden übrigens mit einer sehr frühen Version von SDS bearbeitet; die aktuelle, überarbeitete Version ist noch deutlich leistungsfähiger geworden.

 

Funktionsweise

StereoDeshaker basiert auf dem 2D-Stabilisierungsprogramm "Deshaker" von Gunnar Thalin, ergänzt und erweitert diesen aber in vielerlei Hinsicht; die Grundfunktionen sind jedoch vergleichbar. SDS arbeitet in drei Phasen:

  1. Zunächst werden die Aufnahmen in den StereoDeshaker geladen und dann optisch analysiert. Dabei notiert SDS, wie sich die Kamera von Bild zu Bild bewegt oder gedreht hat.
  2. Im zweiten Schritt errechnet SDS, wie die aufgenommenen Bilder gedreht und verschoben werden müssen, um ein möglichst ruhiges Motiv zu erhalten. Dabei werden beide Aufnahmen synchron verarbeitet, so dass in der Regel beide Aufnahmen in gleicher Weise stabilisiert werden.
  3. Schließlich werden die berechneten Transformationen durchgeführt und in zwei neuen Videodateien abgespeichert.

Anhand der Analyse-Daten kann SDS nicht nur die räumliche Beziehung der Aufnahmen erkennen, sondern auch einen eventuellen Zeitversatz feststellen und korrigieren.

Die einzelnen Schritte - insbesondere der Analyse-Durchgang - können viel Zeit in Anspruch nehmen; doch zum Glück verarbeitet SDS nicht nur Einzeldateien sondern ganze Dateilisten, so dass man das Programm einfach über Nacht arbeiten lassen kann. Im Idealfall hat man dann am nächsten Morgen ein Verzeichnis voller fertig stabilisierter Videoclips, die man im Schnittprogramm weiter verarbeiten kann.

Weitere Informationen

... finden sich auf den nächsten Seiten, die aber erst in den kommenden Wochen mit Inhalt gefüllt werden. Eine zweite, aktuellere Informationsquelle ist das Stereo-Forum; dort wird auch die weitere Entwicklung des Programms diskutiert und dokumentiert.

Inhalte dieser Seite können im Stereoforum diskutiert werden!

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