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Planung

Auf den folgenden Seiten werden einige grundlegende Fragen diskutiert, die bei der Planung einer Aufnahme bedacht werden sollten, idealerweise bereits bevor man die Kamera am Set aufbaut. Wie stets beim Film gilt auch hier: keine Regel ist unumstößlich, doch gerade bei den ersten Filmübungen lohnt es sich schon, sich daran zu orientieren. Mit etwas mehr Erfahrung - insbesondere im Hinblick auf die eigene Ausrüstung - kann man dann von den hier gegebenen Empfehlungen abweichen und seinen ganz eigenen Stil entwickeln.

Storyboard

Für einen interessanten, abwechslungsreichen Film ist ein im Voraus erstelltes Storyboard von großem Vorteil - egal, ob man in zwei oder drei Dimensionen filmt. Beim 3D-Film muss man darin auch den Tiefenumfang der einzelnen Szenen mit festlegen. Dabei ist nicht nur ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen "tiefen" und "flachen" Szenen zu wahren, sondern man muss auch die Lage der Haupt-Handlungsebene im Auge behalten. Um die Zuschauer nicht zu überfordern, sollten starke Tiefenunterschiede an Szenenwechseln vermieden, oder durch "führende Elemente" entlastet werden. Wenn in einer Szene Kinder im Vordergrund spielen, in der folgenden aber Omas Auto am Ende der Straße erscheint, könnte vor dem Schnitt zum Beispiel ein nach hinten rollender Ball den Blick des Zuschauers vom Vorder- in den Hintergrund leiten.

Kein Storyboard

Doch nicht jeder Hobbyfilmer ist gewillt (oder in der Lage), vorab ein Storyboard zu erstellen - und für viele Hobby-Projekte ist es auch gar nicht möglich. Das gilt insbesondere für alle Live-Events, bei denen die Kamera nur unprivilegierter Zuschauer ist, wie Konzerte, Kindergeburtstage, Hochzeiten und andere "einmalige Ereignisse". Dann muss man spontan vor Ort den Standort und die Kameraeinstellungen "nach Gefühl" wählen. Leider taugen selbst die 3D-Displays der besseren Stereokameras nur für eine grobe Einschätzung der Raumwirkung der aufgenommenen Szene - bei Stereopaaren muss man in der Regel auf eine 3D-Vorschau ganz verzichten. Erfahrene 3D-Filmer kennen natürlich ihre Kameras und können intuitiv brauchbare Einstellungen und Abstände wählen. Dem Anfänger helfen die folgenden Tipps, mit denen sich größere Frusterlebnisse vermeiden, oder zumindest nachher leichter verstehen lassen.

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